Lebe Deine Emotionen bewusst – oder sie werden Dich leben!

Emotionen sind etwas sehr essenzielles im Leben. Sie durchdringen so gut wie jede unserer Handlungen, wenn wir uns ihrer nicht bewusst sind.

Emotion ausdrücken

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Wohlgemerkt wir rede hier von Emotionen nicht von Gefühlen!
Gefühle sind spürbar, wenn wir mit der tiefen Essenz unseres Seins in Berührung kommen – was im übrigen eines der Auswirkungen bei Tanvea´s Energiearbeit ist. Gefühle sind immer da. Ein geschäftiger Verstand tut sich allerdings schwer sie wahrzunehmen. Sobald Du aber in die Stille eintrittst, wirst Du Dir ihrer wohltuenden Existenz bewusst. Erinnere Dich z.B. daran, als Du einmal den Sternenhimmel mit absoluter Faszination betrachtet hast oder Dich eine schöne Blumenwiese verzaubert hat. In beiden Fällen ist Ruhe in Dein Denken eingetreten und plötzlich hat Dich ein absolutes Gefühl der Freude, Liebe oder Verbundenheit überflutet und das ohne einen für Dich ersichtlichen Grund.

Emotionen hingegen sind Reaktionen, die aus dem Ursache-Wirkungs-Prinzip der Vergangenheit entstehen. Deine Partnerin lächelt einen anderen Mann zu – Eifersucht steigt in dir hoch. Dein Vorgesetzter lobt Deine Arbeit – Stolz überkommt dich. Es wird über einen guten Freund schlecht geredet – Unbehagen befällt Dich. Bei all den Szenarien zieht Dein Unterbewusstsein augenblicklich Information aus Deiner Vergangenheit oder aber den erzählten Erlebnissen anderer heran und vergleicht sie mit Deiner aktuellen Situation. Dadurch kann es die Situation in die Kategorie gut oder schlecht einteilen und liefert Dir die entsprechende emotionalle Reaktion. Dass das Wiederholen von vergangenen Reaktionen nicht immer die beste Entscheidung ist, hast Du sicher schon oft am eigenen Leib erfahren. Übrigens hängt deine Beurteilung, was du als gut oder schlecht erachtest, stark mit Deiner Erziehung und kulturellen Prägung zusammen.

Manchmal fühlst Du Dich Deinen Emotionen sicher auch hilflos ausgeliefert. Keiner von uns mag dieses Gefühl der Machtlosigkeit und wenn es sich auch noch um unangenehme Emotionen handelt, versuchen wir sie oft zu verbergen oder zu verdrängen. Blöderweise ist das so, als ob Du einen Ballon ständig mit Sirup befüllst. Du ahnst wahrscheinlich schon worauf ich hinaus will – irgendwann wird dieser Ballon einfach platzen und die Sauerei ist danach ziemlich groß.

Um es gar nicht soweit kommen zu lassen, stellst Du Dich am besten Deinen Emotionen im hier und jetzt.

Warum? Emotionen sind wie quengelige Kinder, die Dir unbedingt etwas zeigen möchten. Sie möchten Deine Aufmerksamkeit. Gibst Du sie ihnen, sind sie zufrieden und lassen Dich hernach in Ruhe.

Wenn Du also das Nächste mal in Deinen Alltag von einer unangenehmen Emotion geplagt wirst, halte zur Abwechslung mal inne. Frag Dich zuerst was Du fühlst. Ist es z.B. Trauer, Ärger, Eifersucht, Unsicherheit, Zweifel oder Angst?
Hast Du es herausgefunden, frag Dich, wo Du diese Emotion in Deinen Körper spüren kannst. Ist sie z.B. in der Herz- oder Bauchgegend wahrnehmbar? Wie fühlt es sich an? Ist es ein Zusammenziehen, ein Druck, ein Pochen, ein Verkrampfen, die Empfindung von Enge oder Starre?
Nimm richtig wahr, was hier vor sich geht. Denk daran, dass es hier nicht um das Bekämpfen der Emotion geht! Du sollst sie lediglich wahrnehmen, beobachten wo und wie sie sich in Deinen Körper ausdrückt. Erstaunlicher weise wirst Du feststellen, dass Deine unangenehme Emotion immer schwächer wird, je mehr Du sie auf diese Weise betrachtest. Manchmal kann es geschehen, dass Deine Emotion zuerst schwächer wird und sich dann in eine andere Emotion wandelt. Wenn Du die neue Emotion genau so behandelst, wie die erste, wirst du sehr schnell Erleichterung verspüren. Nach kurzer Zeit wird es Dir nicht mehr möglich sein, Deine anfangs heftige Emotion überhaupt noch zu spüren.

Fazit:

Um nicht von Deinen Emotionen gelebt zu werden, schenke Deinen aufkommenden heftigen Emotionen im hier und jetzt Aufmerksamkeit. Halte inne, beobachte und stell Dir aufrichtig folgende Fragen:

• Was empfinde ich?
• Wo kann ich die Empfindung in meinen Körper spüren?
• Wie fühlt sich die Körperempfindung an (ziehen, drücken etc.)?

Beobachte Deine Körperempfindung neugierig ohne zu urteilen. Du wirst erstaunt sein, was mit Deiner Emotion geschieht.

12. Juli 2013 | Schlagworte: